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Feuerteufel

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1

Sunday, November 15th 2009, 10:19pm

Mastjahr gleich Wildschweinjahr

DJV: Im Winter revierübergreifende Jagden verstärken
Das rekordverdächtige Angebot an Eicheln und Bucheckern – die Vollmast – beschert Wildschweinen in diesem Herbst ein Festessen: Auf einem Hektar Waldboden türmen sich derzeit bis zu 11 Tonnen Eicheln und Bucheckern. Einher geht damit ein erhöhter Fortpflanzungserfolg dank üppigem Winterspeck. Der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) appellierte daher heute in Bonn an die Jäger, das Winterhalbjahr verstärkt für revierübergreifende Gemeinschaftsjagden auf Wildschweine zu nutzen – insbesondere in Waldrevieren. Das Überangebot an Nahrung erschwert die Einzeljagd, da Schwarzkittel nur sporadisch Kirrungen aufsuchen und selten den deckungsreichen Wald verlassen.
“Wir dürfen uns nicht auf der Rekordstrecke der letzten Saison ausruhen, sondern müssen da anknüpfen und Sauen weiter intensiv bejagen”, sagte DJV-Präsident Jochen Borchert. Folge auf das enorme Nahrungsangebot jetzt ein milder Winter, dann könnten Wildschweine ohne entsprechende Jagd ihre Zahl regional bis zum nächsten Herbst verdreifachen, betonte Borchert. Eine intensive Wildschweinjagd ist wichtig, um Wildschäden auf landwirtschaftlichen Feldern einzudämmen und das Schweinepest-Risiko regional auf ein Minimum zu reduzieren. Die effektive Kontrolle der Wildschweinbestände ist laut DJV eine Gemeinschaftsaufgabe von Jägern, Staatsforst, Landwirten und Naturschutz. “Bejagungslücken können wir uns nicht leisten. Eine flächendeckende Bejagung ist nach wie vor zwingend erforderlich”, betonte Borchert.
Frischlinge und Überläufer ohne Nachwuchs – also Jungtiere – sollten nach DJV-Angaben mindestens 80 Prozent der Gesamtstrecke ausmachen, da diese zu großen Teilen für das Anwachsen der Schwarzwildbestände verantwortlich sind. Um dieses Ziel in der Praxis flächendeckend zu erreichen, müssen Abschussgebühren für Frischlinge im Staatsforst gänzlich entfallen, die obligatorischen Trichinenproben sollten kostenlos sein.
In Naturschutzgebieten und anderen Gebieten mit restriktiver Bejagung sollte laut DJV die Jagd intensiviert werden, insbesondere wenn dort das Haupteinstandsgebiet der Schwarzkittel liegt. Gerade ausgedehnte Schilfflächen bieten ganzjährig Deckung und sind deshalb sehr beliebte Rückzugsgebiete für Sauen. Wo Mais zur Energiegewinnung angebaut wird, ist Wildschweinjagd eine besondere Herausforderung. DJV und Deutscher Bauernverband haben deshalb auf Initiative des Bundeslandwirtschaftsministeriums das Projekt “Schwarzwildbewirtschaftung in der Agrarlandschaft” auf den Weg gebracht. Bis 2011 sollen praxisnahe Möglichkeiten gefunden werden, um Wildschweine in der Agrarlandschaft künftig besser bejagen zu können. Mais wird inzwischen auf fünf Prozent der Fläche Deutschlands angebaut. Mais, Weizen und Raps bedecken insgesamt 27 Prozent Deutschlands – Nahrung satt für Wildschweine.
Als Allesfresser kann das Wildschwein vielfältige Nahrungsquellen für sich erschließen. Gelegen kommt ihm, dass der Energiegehalt der angebauten Feldpflanzen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist. So erreichen weibliche Tiere – die Bachen – bereits mit 6 Monaten ein Gewicht von etwa 30 Kilogramm und sind fortpflanzungsfähig. Diese so genannten Frischlingsbachen tragen nach neuesten Erkenntnissen rund 50 Prozent zum Anwachsen der Wildschweinbestände bei, weshalb sie intensiv bejagt werden müssen. Bei Hirsch und Reh hingegen ist die Geschlechtsreife altersabhängig. Durch das gute Nahrungsangebot in deutschen Wäldern und in der Agrarlandschaft kann eine Bache im Jahr bis zu acht Junge bekommen. Zum Vergleich: Hirsch und Reh bringen jährlich maximal zwei Junge zur Welt.
Bitte beachten:
Der DJV stellt am 12. November im Rahmen der Ausstellung Agritechnica in Hannover das gemeinsame Modellprojekt Schwarzwildbewirtschaftung in der Agrarlandschaft vor.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der DJV-Pressestelle unter: pressestelle@jagdschutzverband.de oder
Tel. (02 28) 9 49 06 20.

10. November 2009 (djv) Bonn
Quelle
"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt."
Gruß und Waidmannsheil

Holger

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2

Monday, November 16th 2009, 9:44am

Tja Holger,

liest sich ja ganz gut und ich hoffe das dies auch befolgt wird allerdings jammern derzeit alle rum das es keine Sauen mehr gibt. Sie wissen nicht das gute Mastjahre schlechte Jagdjahre sind da die armen Sauen garnicht wissen wo sie zuerst fressen sollen und daher sind sie überall, nur nicht in ihren alten Einständen anzutreffen wo sie wie gewohnt umstellt und bejagd werden. Lange Gesichter gibt es nur dann wenn sie dann doch nicht zu Hause sind. Zwei Jagden sind schon abgesagt worden wegen angeblichem Sauenmangel. Die Explosion an SW ist für 2010 schon vorprogrammiert und dann jammern wieder alle über zuviel Schwarzwild.

Hubertus
... immer gerade heraus und für manche zu ehrlich :!:

gbecker51

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3

Monday, November 16th 2009, 3:20pm

SW-Strecken rückläufig ?

Allerdings Hubertus,
wird es genau so kommen wie Du schreibst. Die Sauen sind weiträumig verteilt und nur dort in Massen präsent wo sie es schon von jeher sind.
Auch ich habe seit 1988 mit einer Foxmeute große Drückjagden durchgeführt und in aktiver Zeit die jetzige Situation bestimmt 7- oder 8 mal erlebt. Im Reinhards-, Keller oder Burgwald, sowie Spessart und Odenwald werden die Strecken sicherlich annähernd gleich gut sein.
In Randrevieren werden Strecken mit + / - 30 Sauen allerdings nicht mehr so häufig werden. Im Mais wars ja auch schon ruhiger.
Wer weiß da aktuell Bescheid ? Berichte darüber sind bestimmt sehr informativ.
Freue mich auf Streckenmeldungen, besonders von begeisterten Hundeführern, die ja am dichtesten dran sind.
Also wie gehabt : " Hussa, weit veroo mei Honn, wuu sei hau die Wutz. " und dann, etwas später: " Achtung, Sau reckwärts, offbasse,
Bache ess voanne. "
Auf dann, waidmannsheil enn wehedem, ihr trefft wirrer naut.
Günter

basti

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4

Monday, November 16th 2009, 5:13pm

Hi Holger,
was den Titel betrifft, muss ich Dir widersprechen, wie ich auch schon im WWN geschrieben habe.

Die Gleichung "Mastjahr = Wildschweinjahr" ist nicht richtig.

Richtiger ist m.E.:

Auf ein Mastjahr FOLGT ein Wildschweinjahr.

Gruß Axel

Feuerteufel

Administrator

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5

Monday, November 16th 2009, 8:27pm

Hallo Axel,
Da hast du sicherlich recht, aber ich habs nicht selber geschrieben.
"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt."
Gruß und Waidmannsheil

Holger

basti

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6

Monday, November 16th 2009, 8:46pm

Hi Holger,

na dann sei es Dir verziehen! :D

Gruß Axel

marterhund

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7

Tuesday, November 17th 2009, 9:09pm



Auf ein Mastjahr FOLGT ein Wildschweinjahr.


muß nicht sein
es kommt auf das Wetter im Frühjahr an, welches bei unerfahrenen Bachen zu erhöhter Frischlingssterblichkeit führen kann.

sehe folgende Gründe warum es bei uns weniger Sauen gibt

1. wir bejagen sie scharf
2. neue Pächter in 2 Nachbarrevieren die stärker bejagen
3. hatten lange Schnee (Mond wird nicht benötigt)
4. Frühjahr war naßkalt (hohe Frischlingssterblichkeit)

Hier könnte auch ihre Werbung stehen Kontakt: webmaster@jagdforum24.de

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